Die Ergebnisse sind überraschend. Und, für alle die schon mal in Schulleitung gearbeitet haben, auch wieder nicht.
In der Studie der Freiburger Forschungsstelle für Arbeitswissenschaften wurden die Anforderungen an die Schulleiter:innen besonders deutlich. In einer bundesweiten Befragung mit über 7000 Schulleitenden wurden die besonderen Belastungen der Tätigkeit erfasst. Die GEW und einige Tageszeitungen schrieben im September 2025 darüber, doch intensiv wurde – in meiner Wahrnehmung – auch unter (Schulleitungs-) Kolleg:innen nicht darüber gesprochen.
Daher stelle ich hier einige spannende Aspekte dar.
Schulleiterinnen und Schulleiter erleben ihre Tätigkeit als sinnvoll (80%), sie benennen eine gute Arbeitsatmosphäre (80%) und sind sogar sehr stolz, ihrer Einrichtung anzugehören (79,9%).
Es besteht eine hohe Identifikation mit der ‚eigenen‘ Schule.
Auch 80% der Befragten geben an, ihre vorgegebene Arbeitszeit zu überschreiten und 75% der Schuleiter:innen arbeiten in ständig hohem Tempo. Es kommt häufig vor, dass die Zeit fehlt, Aufgaben in Gänze zu erledigen (73%).
Nur 27% können Pausenzeiten überhaupt einhalten – erholsame Pausen erleben wenige 22%.
Die Tätigkeit in der Schulleitung erfährt wiederum viel Anerkennung durch das Kollegium (68%) und durch die Vorgesetzten (58%). Viele Schulleitungen beschreiben sich voller Energie (68%) und mit Begeisterung (66%) für ihren Job.
Gleichzeitig wird auch das Erleben von körperlicher und emotionaler Erschöpfung häufig genannt (61%). Und es ist auch üblich (58%), dass Schulleitungen in die Schule kommen, obwohl sie richtig krank sind.
Liegen Freud und Leid also dicht beieinander? Ist es auch in diesem Beruf so, dass man für ihn brennt und damit Gefahr läuft auszubrennen?
Sind die Schulleitungen in einem dauerhaften Übererregungszustand unterwegs?
Zum einen befeuert durch die Leidenschaft für den Beruf, für die Sache, für die Kinder und Jugendlichen?
Zum anderen durch das hohe Tempo, die fehlenden Erholungsphase, die dauerhafte Anspannung?
Weitere Zahlen aus dem Bericht, die auch hier online verfügbar ist:
Es gibt eine große Sicherheit in Bezug auf den Arbeitsplatz, Angst vor Arbeitslosigkeit oder die Sorge, der Beruf könnte durch neuere Technologien ersetzt werden, gibt es kaum (16%, 6%). Auch gibt es eine Sicherheit, im Zweifel eine neue Stelle finden zu können und darüber, dass das Gehalt stabil bleibt.
Herausfordernd ist die Kombination aus Unterrichtstätigkeit und Schulleitungsaufgaben, die Vorbereitung des Unterrichts leidet unter den Leitungsaufgaben (78%). Schul- und Unterrichtsentwicklung zu verfolgen ist ebenfalls schwierig im Leitungshandeln (71%).
Und, besonders wichtig finde ich in den Zahlen, dass Schulleiter:innen auch in ihrer Freizeit dienstliche Aufgaben erledigen (70%) und für Mitarbeiter:innen und andere erreichbar bleiben (73%).
Besonders eindrücklich wird dieser Aspekt im Berufsgruppenvergleich: 72% der Schulleitungen erleben in ihrer Arbeit Entgrenzung, nur 34% aller anderen befragten Berufe geben dies an.
Den Ergebnissen der Studie folgten Forderungen der Gewerkschaft diese wiederum stehen direkt andere Ansichten gegenüber, es wird unter Fachleuten gewiss diskutiert.
Nun, bis es deutlich erkennbare Veränderungen in Sachen Arbeitsschutz, Personalveränderungen, Entlastungsstunden, etc. geben wird, kann einige Zeit vergehen.
Schulleiterinnen und Schulleiter sollten, wie andere bedeutende Führungskräfte auch, sich Unterstützung und Beratung einholen können. Sie sollten durch ihr Vorgesetzten unterstützt werden.
Ich biete dir einen sicheren Raum, wertschätzend und wohlwollend. Ich unterstütze dich, dabei herauszufinden, wie du deine Leidenschaft für deinen Beruf leben kannst ohne auszubrennen.
Die Anforderungen an den Lehrerberuf im Allgemeinen und, wie hier deutlich wird, an die Schulleitung im Speziellen, sind sehr hoch. Fit und belastbar zu bleiben, die Freude an der Tätigkeit zu erhalten und sich auch weiterentwickeln zu können, das ist essentiell für starke Führungskräfte um lange im Beruf zu bleiben.
Wenn du nicht abwarten willst, bis sich die Verordnungen ändern oder deine Vorgesetzten sich für dich einsetzen, melde dich bei mir für dein Schulleitungscoaching. Ich kenne das Schulsystem aus eigener Erfahrung und habe gleichzeitig nun genügend Abstand dazu, um dich wirklich gut unterstützen zu können.
Vor allem die Belastung durch Dauerstress, ausgelöst unter anderem durch Lärm, fehlende Pausen, fehlende ruhige Zusammenarbeit, vielseitige Aufgaben und fehlende Grenzen, kann dazu führen, dass der Körper einen permanenten Stresszustand erlebt, Ruhe und Erholung kaum stattfinden oder gar als bedrohlich wahrgenommen werden.
Wie so oft, wir können die Umstände, die zu dem Stresserleben führen, nur begrenzt oder gar nicht beeinflussen. Vor allem, wenn die Begeisterung für den Beruf unverändert groß ist, die eigene Schule, fröhliche Kinder und aufgeweckte Teenager und erfolgreiche Kolleg:innen im Zentrum der Arbeitszufriedenheit stehen.
Im Coaching geht es darum, heauszufinden, was genau dich (über-) fordert und wie deine aktuellen Strategien sind. Wir betrachten erfolgreiche Strategien und solche die vielleicht nur kurzfristig hilfreich sind. Du lernst zu üben, zu erkunden, herauszufinden, wie du mit der Situation, den Umständen, deinen Herausforderungen als Führungskraft umgehen willst.
Ich freue mich auf deine Anfrage. Im kostenlosen Erstgespräch finden wir heraus, ob und in welcher Form ich dich unterstützen kann.
