Konflikte in der Schule – oftmals steckt was überraschend anderes dahinter
Oftmals denkt man sich doch, warum regt der sich jetzt so auf? Was ist hier eigentlich los? Was ist denn eigentlich das Problem?
Durch die Arbeit in der Schule und als Mutter schulpflichtiger Kinder habe ich eine Menge an Situationen erlebt oder berichtet bekommen, die mich verwirrt zurückgelassen haben:
Die Lehrkraft, die über die Maßen streng auf kindliches Verhalten reagiert. Die Eltern, die eine Kritik am Verhalten des Kindes als Kriegserklärung verstehen. Die Kolleg*innen, die wiederholt schlecht über diejenigen Schüler*innen sprechen, die sie eigentlich besonders unterstützen müssten. Und man fragt sich: Was ist denn eigentlich euer Problem???
Und dann, beim genaueren Hinsehen und Hinhören wird es etwas klarer…:
Die Lehrkraft ist eigentlich überlastet, jenseits von ausgeruht und erholt und hat keine Kapazität für Mitgefühl oder Gelassenheit. Die Eltern haben Angst, dass das Kind möglicherweise nicht erfolgreich in der Schule sein wird und das wo schulischer Erfolg so relevant scheint. Die Kolleg*innen fühlen sich in ihrer Arbeit nicht gesehen, in ihren Anstrengungen nicht wertgeschätzt. Und das ermöglicht auf die Dauer auch keine Wertschätzung für die Jugendlichen.
Es menschelt in der Schule und dahinter steckt vermutlich immer die Suche nach Sicherheit.
Wenn wir noch genauer hinsehen, dann wird klar, dass es oft die eigenen ungelösten inneren Konflikte sind, die Ängste und Unzufriedenheiten, die verhindern, erwachsen, mit etwas Distanz und aufgeräumt mit anderen umzugehen:
- Die traumsensible Perspektive beschenkt uns mit Wohlwollen und Mitgefühl.
- Das Prinzip des Guten Grundes lehrt uns, dass jedes Verhalten erstmal einen ‚guten‘ Grund hat. Das meint, das Verhalten ist eine Strategie um (vermeintliche) Sicherheit herzustellen.
- Mit mehr Wissen über Bindungs- und Entwicklungstrauma sind wir gut aufgestellt, für uns und für die Menschen mit denen wir in Kontakt sind.
Vor allem für die Kinder und Jugendlichen sind trauminformierte Erwachsene ein Geschenk. Weil diese viel besser mit sich selbst in Kontakt sind und dadurch – ja wen wundert’s – auch viel besser das Drama im Klassenzimmer, Lehrkräftezimmern oder in Elterngesprächen bewältigen können.
Und jetzt stellt euch mal vor, wie wäre das, wenn auch Schulleitungen einen besseren Zugang zu den eigenen Emotionen hätten und lernten, wie wichtig es ist das Kollegium immer wieder anzufeuern. Wie so ein Cheerleader.
Das fällt nicht vom Himmel, klar. Doch es ist wert sich auf den Weg zu machen.
Traumasensible Workshops und Coachings biete ich dir an und vielleicht kann ich dich dir selbst ein bisschen näher bringen.
Meld dich gern!
